7 Kernforderungen
Sieben zentrale Forderungen für einen starken und zukunftsfähigen Kernfusionsstandort Deutschland.
„Ich setze darauf – Sie wissen das; das haben wir im Koalitionsvertrag ja auch verabredet –, dass Deutschland den ersten Fusionsreaktor der Welt ans Netz nimmt. Das kann noch 10 Jahre dauern, das kann 20 Jahre dauern. Aber wenn wir in der Lage sind, Fusionsenergie zu erzeugen, dann wird Strom zu einer ‚commodity‘, die im kleinsten einstelligen Centbereich verfügbar ist, und dann wird es in diesem Umfang andere Energieerzeugungsmethoden wahrscheinlich nicht mehr brauchen.“
Die Bundesregierung hat die Fusionsenergie zur Zukunft Deutschlands erklärt. Damit dieses Ziel erreichbar wird, hat der Bundesverband für Kernfusion gemeinsam mit Expertinnen und Experten sieben Kernforderungen erarbeitet:
Reaktorgenehmigungen beschleunigen
Genehmigungsverfahren für Fusionsreaktoren durch Digitalisierung schneller und effizienter gestalten.
Ein Bundesamt für Kernfusion einsetzen
Eine zentrale Stelle soll den Überblick über die schnell wachsenden Anforderungen der Kernfusionsindustrie behalten und zukünftige Entwicklungen vorausschauend begleiten.
100 Milliarden Euro für kommerzielle Kernfusion
Die Bundesregierung soll ein Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Entwicklung kommerzieller Kernfusion bereitstellen.
Deuterium- und Tritium-Märkte verlässlich gestalten
Den Markt für Deuterium und Tritium deregulieren und zugleich sichere Rahmenbedingungen schaffen, vergleichbar mit denen des Rohölmarkts.
Am Kernspaltungsausstieg festhalten
Der Ausstieg aus der Kernspaltung bleibt bestehen; Kernfusion wird als eigenständige Zukunftstechnologie entwickelt.
Internationale Kooperation stärken
Den Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Ressourcen fördern und Europa als international starken Akteur zwischen den USA und China positionieren.
Langfristiges Denken fördern
Ein Paradigmenwechsel hin zu langfristigem Denken schafft verlässliche Perspektiven für Forschung, Industrie und Gesellschaft.